Was ist ein Primär-Standard?

Es gibt nur 7 Basisparameter, die von nationalen Labors mit internationalem Konsens gemäß ihrer Werte verwendet werden. Die 7 SI-Basiseinheiten (Internationales Einheitensystem) sind Länge, Zeit, Masse, Temperatur, elektrischer Strom, Stoffmenge (Mol) und Lichtstärke.

Andere Einheiten, so genannte SI-abgeleitete Einheiten, werden aus einem System von Gleichungen, die die 7 SI-Basiseinheiten enthalten, entwickelt. Diese von den SI-Einheiten abgeleiteten Einheiten umfassen Volumen und Druck (eine Kombination aus Länge, Masse und Zeit).

Ohne SI-Basiseinheit für den Gasdurchfluss handelt es sich notwendigerweise um eine abgeleitete Messung. Der volumetrische Fluss wird aus dem Volumen, geteilt durch die Zeit, berechnet. Um einen volumetrischen Durchfluss zu erhalten, verwenden die meisten Laboratorien Prüfgeräte, die ähnlich dem Primär-Kolbenprüfgerät von Mesa sind, und messen die Zeit, die benötigt wird, um ein bekanntes Gasvolumen zu verdrängen. Diese Geräte werden als primäre Geräte klassifiziert, da ihre Ablesungen direkt von den SI-Einheiten abgeleitet werden.

Ist mein Mesa-Gerät ein Primär-Standard?

Ja. Die Geräte von Mesa, die über unsere bewährte DryCal®-Technologie (Defender-Reihe, Definer-Reihe, ML-Reihe) verfügen, sind primäre, volumetrische Durchfluss-Standards, weil ihre Genauigkeit auf primären SI-Einheiten basiert: Dem Innendurchmesser des Glasmesszylinders, der Länge des Kolbenhubs im Zylinder und der Zeit, die der Kolben benötigt, um diese Strecke zu überwinden, wenn ein bekanntes Volumen impliziert wird.

Ich habe mein Handbuch verloren, wo erhalte ich ein neues Handbuch?

Die Handbücher für aktuelle und ausgelaufene Geräte sind auf unserer Internetseite zu finden.

Warum unterscheiden sich Produkte von Mesa Labs, die die DryCal®-Technologie nutzen, von anderen Gasdurchfluss-Messgeräten?

Der Gasdurchfluss wird als Gasvolumen pro Zeiteinheit definiert. Die DryCal®-Technologie von Mesa misst den Gasdurchfluss direkt durch Verwendung eines bekannten Volumens – der Messzelle – und einer Zeitmessung durch eine interne Uhr, die von der Kolbenbewegung in der Messzelle ausgelöst wird.

Unter Verwendung dieser urheberrechtlich geschützten DryCal®-Technologie messen unsere Messgeräte den Gasdurchfluss direkt. Zahlreiche andere Gasdurchfluss-Messgeräte messen den Durchfluss indirekt entweder über den Druckabfall über einer Durchflussbeschränkung oder über die Wärmeübertragung vom Gasdurchfluss.

Da die Durchflussmesser von Mesa den Gasdurchfluss direkt über Volumen und Zeit messen, sind sie weitgehend unbeeinflusst von den Effekten der gemessenen Gasspezies. Die Gasfeuchtigkeit und die Gastemperatur können die Genauigkeit anderer Geräte verringern. Außerdem werden die Spezifikationen der Durchfluss-Messgerät-Genauigkeit bei Mesa als Prozent der Ablesung angegeben, während bei anderen Durchfluss-Messgeräten die Spezifikationen als Prozentwert der vollen Skala angegeben werden.

Was ist der Unterschied zwischen dem Defender 510, dem Defender 520, dem Defender 530 und dem Definer 220?

Der Defender 510 misst den volumetrischen Gasdurchfluss.

Der Defender 520 misst den volumetrischen Gasdurchfluss, während Gastemperatur- und Druckmessungen angezeigt werden. Das ermöglicht eine manuelle Berechnung von standardisierten Ablesungen mit einer Standardformel.

Der Defender 530 misst volumetrische und standardisierte Gasdurchflussablesungen.

Der Definer 220 misst volumetrische und standardisierte Gasdurchfluss-Ablesungen mit höherer Genauigkeit als der Defender mit Ein- und Ausgangsarmaturen von Swagelok®.

Was bedeutet ISO 17025? Ist Mesa Labs eine ISO 17025-akkreditierte Einrichtung?

ISO 17025 ist der internationale Qualitätsstandard für Kalibrierungslaboratorien, der von der internationalen Organisation für Normung (ISO – International Organisation of Standardization) eingerichtet wurde.

Die Anforderungen der ISO 17025 umfassen alle Aspekte der Labor-Verwaltung, einschließlich Kalibrierungsverfahren, analytischer Eignungsprüfung, Erstellung von Reports und Aufbewahrung von Aufzeichnungen, und sie stellen sicher, dass Kalibrierungen von ordnungsgemäß geschultem Personal unter Verwendung kontrollierter Prüfmethoden und -verfahren durchgeführt werden. Die ISO 17025 ist für Labormessungen das, was die ISO 9000 für Produkte ist. Eine Zertifizierung gemäß ISO 9000 allein stellt die Fähigkeit eines Labors zur Bereitstellung technisch valider Daten und Ergebnisse nicht sicher, und alle Elemente der ISO 9000, die für Prüfungs- und Kalibrierungsdienstleistungen innerhalb des Qualitätssystems eines Labors relevant sind, sind in der ISO 17025 enthalten.

Ja, Mesa Labs ist gemäß ISO 17025 vom National Voluntary Laboratory Accreditation Program (NVLAP) akkreditiert. Das NVLAP, ausgegeben vom National Institute of Standards and Technology (NIST), stellt öffentlichen und privaten Labors Dritt-Akkreditierungen bereit, die auf der Bewertung der technischen Qualifikationen und der Fähigkeit zur Durchführung spezieller Prüfungen und Kalibrierungen, die mit ISO konform sind, basieren.

Wir bestätigen stolz, dass unser Akkreditierungsumfang der höchste aller ISO 17025-akkreditierten Durchfluss-Einrichtungen weltweit zu sein scheint und bei ±0,08% standardisierter Genauigkeit liegt. Eine Kopie wird auf Anfrage zur Verfügung gestellt.

Was ist der Unterschied zwischen standardisiertem und volumetrischem Durchfluss?

Die volumetrische Durchflussrate wird als das Gasvolumen, das pro Zeiteinheit über eine definierte Grenze transportiert wird, definiert, d. h. Liter/Minute, Kubikfuß/Stunde usw.

Allerdings ist Gas komprimierbar und das Gasvolumen ändert sich bei Änderung der Gastemperatur oder des Gasdrucks. Die Komprimierbarkeit von Gas für ein hypothetisches Idealgas wird von der Zustandsgleichung für ideale Gase definiert:

PV=nRT, wobei:
P der Absolutdruck des Gases ist
V das Volumen des Gases ist
n die Molzahl des gegebenen Gases ist
R die universale Gaskonstante ist
T die Absoluttemperatur des Gases ist

Da sich das Gasvolumen mit Temperatur und Druck ändert, wird der Gasdurchfluss normalerweise als standardisierte Durchfluss angegeben. Die Definition einer nicht standardisierten Durchflussrate ist das Volumen des Gases, das pro Zeiteinheit über eine Grenze transportiert wird, wobei das gemessene Gasvolumen in das Volumen umgewandelt wird, welches das Gas bei definiertem Druck und definierter Temperatur einnehmen würde. Es existiert keine einzelne, standardisierende Temperatur, allerdings sind normalerweise verwendete Temperaturen 0 und 21,1 Grad Celsius. Der universell verwendete Standardisierungsdruck beträgt 760mm Quecksilbersäule. Für jede Gasdurchflussmessung muss klar angegeben werden, ob die Gasdurchflussmessung ein volumetrischer Durchfluss oder ein volumetrischer Durchfluss ist, der standardisiert wurde. Dafür müssen die Standardisierungstemperatur und der Standardisierungsdruck genau angegeben werden.

Welcher Standardisierungsdruck wird normalerweise verwendet, um den standardisierten Durchfluss zu messen?

760 mmHg

Bestehen Messgeräte von Mesa aus eigensicheren Materialien?

Die Gaskompatibilität muss berücksichtigt werden, wenn ein Mesa-Primär-Standard zur Kalibrierung korrodierender oder gefährlicher Gase verwendet wird. Unsere Geräte sind nicht eigensicher und werden für den Einsatz bei explosiven Gasen nicht empfohlen. Außerdem können Materialien im benetzten Durchfluss (dem Pfad des zu kalibrierenden Gases) durch korrodierende Gase beschädigt werden. Die Garantie, die Mesa einräumt, deckt keine Teile oder Arbeit ab, die mit der Verwendung korrodierender Gase verbunden sind.
Nachfolgend finden Sie eine Liste von Materialien im benetzten Durchfluss jedes Mesa-Primär-Standards:

DryCal® DC-Lite
Aluminium
Schwarzchrom über Zink
Borosilikatglas
Epoxidharz-Vergussmasse (3M Scotch-Schweißartikel-Nr.: DP-270)
Graphit
Mylar
Nylon
Nylon-Netzmaterial des Eingangsfilters
Silikon
Magnetventil (Magnete, Wicklungen, Rahmen, Abdeckung, Welle)
Edelstahl
Teflon
Viton A

DryCal® DC-2
Acryl
Aluminium
Borosilikatglas
Messing
Epoxidharz-Vergussmasse (3M Scotch-Schweißartikel-Nr.: DP-270)
Graphit
Mylar
Nylon
Nylon-Netzmaterial des Eingangsfilters
Polykarbonat
Silikon
Magnetventil (Magnete, Wicklungen, Rahmen, Abdeckung, Welle)
Edelstahl
Teflon
Viton A

Definer 220 und Defender-Reihe
Borosilikatglas
Graphit
Viton
Mylar
Edelstahl
Verzinkter Stahl
Zinn
Keramik
Epoxid
Nickel
Polykarbonat

Metrology-Reihe
Aluminium
Eloxiert
Schwarzchrom über Zink
Borosilikatglas
Epoxidharz-Vergussmasse (3M Scotch-Schweißartikel-Nr.: DP-270)
Graphit
Mylar
Vernickeltes Messing
Nylon
Nylon-Netzmaterial des Eingangsfilters
Druckwandler
Magnetventil (Magnete, Wicklungen, Rahmen, Abdeckung, Welle)
Edelstahl
Temperatursensor
Viton

DryCal 1020
Borosilikatglas
Graphit
Aluminium
Edelstahl
Epoxid
Viton
Nickel
Polykarbonat
ML One
Borosilikatglas
Graphit
Edelstahl 316
Teflon
AFLAS

Wie vergleichen die DryCal-Geräte die Druckablesung mit dem Wetterdienst-Druck?

DryCal-Geräte lesen den Gasdruck in einem Messrohr ab, wenn Gasdurchfluss-Ablesungen durchgeführt werden. Normalerweise ist dieser Druck um 1 bis 2 mmHG höher als der Luftdruck. Vergleichen Sie diesen Druck nicht mit dem Luftdruck, der von örtlichen Wetterdiensten gemeldet wird.

Der von den Wetterdiensten gemeldete Luftdruck ist auf einen theoretischen Druck, als wäre die Wetterstation auf 0 Meter über dem Meeresspiegel, korrigiert. Da der tatsächliche Luftdruck mit steigender Höhe sinkt, stellen Kunden, die sich über dem Meeresspiegel befinden, fest, dass die Druckablesung der DryCal-Geräte niedriger ist als der Luftdruck, der von ihrem örtlichen Wetterdienst gemeldet wird.

Wie kann ich die kostenlose DryCal Pro-Software herunterladen und installieren?

Das Herunterladen der DryCal Pro-Software ist einfach! Befolgen Sie diese Schritt-für-Schritt-Anweisung, um Ihre Version noch heute herunterzuladen

Kann die DryCal®-Technologie in Verbindung mit explosiven oder brennbaren Gasen verwendet werden?

Die Primär-Standards von Mesa, zu denen unsere DryCal®-Technologie gehört, sind nicht eigensicher und nicht für die Verwendung bei explosiven oder brennbaren Gasen oder für den Einsatz in einer explosionsgefährdeten Umgebung geeignet. Wenn Sie mit Ihrem Mesa-Gerät explosive oder brennbare Gase kalibrieren möchten, befolgen Sie bitte die Labor-Sicherheitsverfahren, die normalerweise den Betrieb in einer inerten Atmosphäre erfordern. Um den Einsatz in einer inerten Atmosphäre zu ermöglichen, stehen einige unserer Modelle mit Gasspül-Armaturen zur Verfügung.

Wie präzise ist mein MFC für mehrere Gase?

Hersteller nutzen verschiedene Methoden, um die Durchflussraten von MFCs für mehrere Gase zu berechnen. Die Genauigkeit dieser MFCs kann abhängig vom MFC- oder Ausrüstungshersteller und der Auswahl der verwendeten Gase sehr stark variieren. Das Verständnis dieser Methoden kann Ihnen, dem Nutzer, helfen, Probleme im Prozess zu erkennen, die von ungenauen Durchflussmessungen verursacht werden.

Bitte beziehen Sie sich auf unseren Blog-Post für Warnhinweise und Vorschläge für alle, die MFCs für mehrere Gase verwenden.

Meine Ausrüstung zeigt die Ablesung "Bereich überschritten". Was bedeutet das?

Wenn die mit Ihrer Ausrüstung verbundene Durchflussquelle (z. B. eine Probenpumpe) ihren Nenn-Durchflussbereich überschreitet, zeigt die Anzeige “Bereich überschritten” und der Kolben kann sich im oberen Bereich der Durchflusszelle “verklemmen”. Der Defender 510-H ist z. B. nur für 30 Liter pro Minute ausgelegt. Wenn Sie versuchen, den Defender 510-H auf mehr als 30 Liter zu kalibrieren, kann “Bereich überschritten” am Display angezeigt werden.

Wenn die Gasdurchflussquelle vom Durchfluss-Messgerät getrennt wird, sollte der Kolben wieder in die untere Stellung zurückkehren und die Anzeige “Bereich überschritten” sollte verschwinden. In den meisten Fällen wird das Messgerät nicht beschädigt, obwohl die Verwendung in einem Bereich oberhalb des Nenn-Durchflussbereichs nicht empfohlen wird. Mesa übernimmt keine Haftung für Schäden, die von einer Überschreitung des Durchflussbereichs des Messgeräts verursacht wurden.

Worum handelt es sich bei der viskosen Dichtung in DryCal-Produkten?

Die Prüfgeräte mit viskoser Dichtung von DryCal nutzen einen Kolben und einen Zylinder, die so dicht ausgerüstet sind, dass die Viskosität des getesteten Gases zu einer Leckage führt, die so klein ist, dass sie vernachlässigt werden kann. Die auftretende Leckage wird während des Messintervalls tariert (siehe Kolben-Tarawert für weitere Informationen). Der Kolben und der Zylinder bestehen aus Materialien, deren Temperaturkoeffizienten für die Ausdehnung und die niedrige Reibung übereinstimmen, sodass die DryCal-Durchfluss-Messgeräte in einem breiten Temperaturbereich ohne Änderung der Genauigkeit arbeiten können.

Meine Gasdurchfluss-Ablesungen sind nicht genau. Was mache ich falsch?

Hier ist eine Liste mit verschiedenen Punkten, die Sie prüfen sollten. Wenn Sie immer noch Probleme beim Erzielen genauer Ablesungen haben, kontaktieren Sie bitte Mesa Labs und sprechen Sie mit unseren Anwendungstechnikern.

  • Prüfen Sie, dass die Durchflussquelle an den Druckanschluss Ihres Messgeräts für Druckquellen und an den Ansauganschluss zur Prüfung von Ansaugpumpen angeschlossen ist. Der nicht genutzte Anschluss sollte Luftdruck aufweisen und frei von Kappen oder Stopfen sein. Wenn Sie ein Gas kalibrieren, dass zur Entlüftung des Messgases eine Abgasleitung erfordert, stellen Sie sicher, dass die Verrohrung einen ausreichenden Durchmesser aufweist, sodass kein Druckabfall, der höher als 0,3 psi ist, auftritt.
  • Stellen Sie sicher, das der Schlauch und die Rohrarmaturen dicht und nicht leck sind.
  • Das Rohr, dass Ihre Durchflussquelle (Pumpe, Massenflussregler, Nadelventil, Schalldüse oder Durchflussbegrenzer) mit dem Messgerät verbindet, sollte so kurz wie möglich gehalten werden. Bitte lesen Sie den FAQ-Eintrag zu “Totvolumen”.
  • Prüfen Sie, dass Sie die korrekte Art von Durchfluss messen und dass das Messgerät ordnungsgemäß eingerichtet wurde – volumetrisch oder standardisiert (Hinweis: Gilt nicht für die Defender 510- und 520-Reihe, das DC-1 oder das DC-lite, die nur den volumetrischen Durchfluss lesen).
  • Wenn Sie einen standardisierten Durchfluss messen, prüfen Sie, dass an Ihrem Messgerät die korrekte Standardisierungstemperatur eingestellt wurde (Hinweis: Gilt nicht für die Defender 510- und 520-Reihe, das DC-1 oder das DC-lite, die nur den volumetrischen Durchfluss lesen).
  • (Prüfen Sie, dass der Sensorfaktor an Ihrem Messgerät auf Eins eingestellt wurde, es sei denn, Sie möchten speziell einen anderen Wert einstellen (Hinweis: das gilt nur für die Definer- und ML-Modelle).
  • Prüfen Sie, dass der PTVM-Wert für das Messgerät auf Eins eingestellt wurde (Hinweis: das gilt nur für ML-Modelle).
  • Bei der Kalibrierung von MFCs oder anderen Durchfluss-Generatoren sollte der Gasdruck über dem MFC oder einem anderen Gasdurchfluss-Generator 30 psi oder mehr betragen.
  • Variationen der Temperatur in der Messumgebung müssen minimiert werden und das DryCal®-Gerät sollte für höchste Genauigkeit thermisch an die Umgebung angeglichen werden.

Was kann ich tun, wenn mein Durchfluss-Messgerät Wasser oder einer anderen Flüssigkeit ausgesetzt wurde?

Unsere Durchfluss-Messgeräte werden nur für den Gasdurchfluss hergestellt, nicht zur Messung von Flüssigkeiten.

Wenn Sie Flüssigkeit in Ihr Gasdurchfluss-Messgerät gezogen haben, sollten Sie es sofort für einen Service namens “Neu-Zertifizierung” zu Mesa Labs senden. Diese Dienstleistung umfasst eine vollständige Produkt-Aufarbeitung, die das Gerät in den meisten Fällen auf einen “Wie-neu-Zustand” wiederherstellt. In den seltenen Fällen, dass ein dauerhafter Schaden entstanden ist, können zusätzliche Reparaturkosten auftreten. Der Reparaturbedarf kann nur in einer Reihe von Produktprüfungen bestimmt werden, die ein normaler Teil des Verfahrens zur Neu-Zertifizierung sind.

Was sind PTV und PTVM?

PTV steht für Kolben-Tarawert. Das ist die Gasmenge, die den Kolben während der Messung passiert. Die gesamte Kalibrierungsausrüstung von Mesa hat einen werksseitig eingestellten Kolben-Tarawert, der im Speicher der DryCal®-Zelle gespeichert ist. Dieser Wert liegt normalerweise bei sehr niedrigen 0,1 ccm für Durchflusszellen mit niedrigem Durchfluss, bei 0,2 ccm für Durchflusszellen mit mittlerem Durchfluss und 1,4 ccm für Durchflusszellen mit hohem Durchfluss. Wir stellen diese Leckage ein, indem wir den PTV zu den Messungen addieren.

Bei unseren Geräten mit höchster Genauigkeit gestatten wir die Einstellung des PTV mit dem Kolben-Tarawert-Multiplikator (Piston Tare Value Multiplier- PTVM). Wenn das Gerät mit einer anderen Gasspezies als Luft oder Stickstoff verwendet wird, kann das Molekularverhalten dieser Gase den PTV verschlechtern. Um höchste Genauigkeit zu erzielen, kann der PTV des Gerätes eingestellt werden. Diese Einstellung des PTV erfolgt durch Eingabe eines neuen PTVM. Der PTVM wird mit dem PTV multipliziert und zur Einstellung der Messung verwendet, wobei der Standardwert für Luft und Stickstoff 1.000 beträgt. Der PTVM kann auf jeden Wert zwischen 3.000 und 0,2000 eingestellt werden.

Für Durchflüsse von mehr als 20 ccm kann ein neuer PTVM unter Verwendung der Viskosität des zu messenden Gases berechnet werden, und Sie erhalten genaue Ergebnisse. Berechnen Sie den PTVM, indem Sie das Verhältnis der Viskosität von Stickstoff zur Viskosität des zu prüfenden Gases verwenden. Zur Kalibrierung von Wasserstoff berücksichtigen Sie bitte Folgendes: bei 0° C beträgt die Viskosität von Stickstoff 165,31 Micropoise, die Viskosität von Wasserstoff beträgt wiederum 83,21 Micropoise. Drücken Sie dies als 165,31/83,21 oder als 1,987 aus und geben Sie 1,987 als PTVM für diese Zelle ein.

Wenn Sie andere Gase bei einem Durchfluss von weniger als 20 ccm messen, oder um absolute Genauigkeit zu erzielen, müssen Sie eventuell eine dynamische Dichtheitsprüfung mit dem zu prüfenden Gas durchführen. Kontaktieren Sie Mesa für Informationen zu diesem Test.

Was ist ein Verbindungsvolumen und wie werden meine Ablesungen beeinflusst?

Das Verbindungsvolumen ist das Gasvolumen zwischen einem Durchfluss-Generator und dem Gerät, das die Messung durchführt. Da Gas komprimierbar ist, kann es als Feder zwischen der Durchflussquelle und dem Messgerät agieren. Um die höchste Genauigkeit zu erzielen, sollte dieses Volumen minimal gehalten werden.

Wir empfehlen, dass das Rohrleitungsvolumen zwischen dem Gasdurchfluss-Generator und dem Gerät unter den nachfolgend aufgelisteten Werten liegt:

  Maximales Verbindungsvolumen (cc) Empfohlenes Maximum
Rohrleitungslänge (Meter)
Rohrleitungsdurchmesser   1/8 Zoll 1/4 Zoll 3/8 Zoll 1/2 Zoll 1-1/2 Zoll
Durchflusszellen mit sehr niedrigem Durchfluss 2 1 0,15
Durchflusszellen mit niedrigem Durchfluss 30 4,2 1,1 0,5
Durchflusszellen mit mittlerem Durchfluss 100 14 3,5 1,6
Durchflusszellen mit hohem Durchfluss 300 42 10 4,7
Durchflusszellen mit sehr hohem Durchfluss 1000 22
DryCal 1020 1700 1,5

Was ist der Sensorfaktor?

Der Sensorfaktor ist eine Zahl, die in einige Modelle eingegeben werden kann und mit dem gemessenen Fluss multipliziert wird, um die Ablesung für bestimmte Kalibrierungsarten zu skalieren. Der Sensorfaktor ist eine praktische Funktion, die es den Kunden, die Massenflussregler oder andere Geräte mit alternativem Gas kalibrieren und eine Skalierung ihrer Ablesungen benötigen, ermöglicht, die Kalibrierung mit einem alternativen Gas zu kompensieren. Gehen Sie vorsichtig vor und prüfen Sie immer, dass der Skalierungsfaktor korrekt eingerichtet wurde. Wir empfehlen, den Skalierungsfaktor nach Abschluss einer Kalibrierung immer wieder auf Eins zurückzusetzen.

Wie lautet die manuelle Kalibrierungsformel für den Defender 520, damit ich eine Formel für standardisierte Ablesungen erhalte?

STP-Korrekturen, die von DryCal®-Geräten verwendet werden

Vs = Vf  x  (Pg/760)  x  ((273,15+Tk)/ (273,15+Tc))

wobei: Vs = Durchflussrate, die auf Standardbedingung korrigiert wurde
Vf = Ablesung der volumetrischen Durchflussrate
Pg = Gasdruck (mmHg)
Tc = Gastemperatur in Grad C
Tk = Standardisierungstemp. in Grad C

Was ist der Zweck einer eingebauten Dichtheitsprüfung?

Unsere eingebaute Eigen-Dichtheitsprüfung ist eine Maßnahme zur Qualitätskontrolle. Es ist allerdings keine vollständige Produkt-Diagnose, d. h., Ihr Durchfluss-Messgerät kann die Dichtheitsprüfung bestehen, benötigt aber dennoch einen Service von Mesa, um das Gerät wieder auf die Spezifikationen einzustellen.

Im Grunde zeigt die Dichtheitsprüfung, ob die Durchfluss-Messzelle ihre grundlegende Integrität bewahrt hat. Mit anderen Worten, ein Fehler bei der Dichtheitsprüfung bedeutet normalerweise, dass beim Gerät ein Fehler vorliegt, der eine ungewöhnliche Leckage des zu messenden Gases verursacht. Andererseits ist eine bestandene Dichtheitsprüfung kein “Beweis” für eine perfekte Leistung.

Eine ordnungsgemäße Dichtheitsprüfung erfordert Zeit und muss auf einer stabilen, schwingungsfreien Oberfläche durchgeführt werden. Wenn eine Dichtheitsprüfung fehlschlägt, sollten Sie sie am besten auf einer sichereren Oberfläche durchführen.

Die Dichtheitsprüfung ist einfach eine simple Möglichkeit zur Prüfung, ob Ihr Instrument eine Leckage hat, die sofortige Aufmerksamkeit erfordert. Mesa empfiehlt, dass Sie die Dichtheitsprüfung ein- oder zweimal jährlich durchführen, zwischen Ihren Einsendungen des Geräts in unsere ISO 1705-Einrichtung zum Service.

Warum zeigt das Gerät der Metrology-Reihe eine andere Temperatur als mein Labor?

Es ist normal, dass das Gerät der Metrology-Reihe eine Temperatur anzeigt, die sich von Ihrer Labortemperatur unterscheidet. Unsere Kalibratoren messen die Temperatur des Gases, das tatsächlich in den Durchflusszylinder eintritt. Das ist die Temperatur, auf die die volumetrische Ablesung standardisiert werden muss, um präzise Ablesungen zu liefern. Die Raumtemperatur oder die ‘originale’ Gastemperatur sind nicht wichtig, sondern nur die Temperatur des Gases, das tatsächlich im Zylinder ist.

Bei Normalbetrieb in einem sehr stabilen Labor kann das Gerät aufgrund einer internen Heizung eine Temperatur anzeigen, die leicht höher als die Labortemperatur ist. Das ist ein normaler Effekt, der minimiert werden kann, indem Sie die Batterie während wichtiger Ablesungen nicht laden. Die Batterie sollte über Nacht vor Gebrauch des Geräts geladen werden, sodass die zusätzliche Wärme vom Ladegerät nicht während der Durchflussmessungen eingeführt wird. Wenn die Batterie bereits vollständig geladen ist, kann sie weiterhin an die Stromleitung angeschlossen bleiben. Für die meisten wichtigen Durchfluss-Ablesungen (über die Spezifikationen hinaus) kann das Gerät nur mit der Batterie betrieben werden.

Warum scheint mein Kolben "festzustecken" oder sich nicht zu bewegen?

Es gibt verschiedene mögliche Ursachen, warum der Kolben Ihres Primär-Standards von Mesa nicht innerhalb der Durchflusszelle ansteigt oder in der Zelle “festzustecken” scheint (er fällt nach der Durchflussmessung nicht auf den Boden der Durchflusszelle zurück):

Möglichkeit Nr. 1: Batterie
Die Batterie Ihres Mesa-Geräts kann zu schwach sein, um das interne Ventil zu öffnen, das den Kolben von seiner oberen Stellung in der Durchflusszelle freigibt, sobald die Durchflussmessung abgeschlossen ist.

Wenn eine Wiederaufladung der Batterie das Problem nicht löst, muss die Batterie eventuell ausgetauscht werden. Bitte senden Sie Ihre Mesa-Gerät zum Batterieaustausch an Mesa zurück. Wenn Ihr Mesa-Primär-Standard neu kalibriert werden muss, ersetzen wir die Batterie gratis als Teil unserer Dienstleistung zur Neu-Zertifizierung.

Möglichkeit Nr. 2: Feinstaub oder Korrosion
Das Innere der Durchflusszelle Ihres Mesa-Gerätes kann “schmutzig” werden und Partikel wie Staub können die freie Bewegung des Kolbens in der Durchflusszelle beeinträchtigen. Wenn Ihr Mesa-Primär-Standard einem korrodierenden Gas ausgesetzt wurde, kann eine Anzahl der inneren Teile oder Mechanismen korrodiert sein.

Trennen Sie Ihr Mesa-Gerät von seiner Gasdurchfluss-Quelle. Drehen Sie es dann um und einige Male mit der rechten Seite nach oben. Wenn sich der Kolben nicht frei und gleichmäßig innerhalb seiner Durchflusszelle bewegt, können der Kolben und/oder das Innere der Durchflusszelle von Partikeln oder korrodierendem Gas beeinträchtigt worden sein. Senden Sie Ihr Mesa-Gerät für eine werksseitige Neu-Zertifizierung zu Mesa zurück.

Möglichkeit Nr. 3: Sonnenlicht 
Wenn Ihr Mesa-Gerät im Freien in direktem Sonnenlicht verwendet wird, können die internen Infrarot-Sensoren der Durchflusszelle beeinträchtigt werden, was dazu führt, dass der Kolben in der Durchflusszelle “festzustecken” scheint oder sich nicht bewegt.

Decken Sie die Durchflusszelle während Durchflussmessungen in direktem Sonnenlicht einfach mit einem Papier oder der Hand ab. Dadurch wird das Problem gelöst.

Bitte beachten Sie, dass der Definer 220 oft verwendet wird, um Prüfungen von Umweltmonitoren durchzuführen, daher wird dieses Gerät standardmäßig mit einem “Sonnenlicht-Film” für die Innenseite der Durchflusszelle geliefert.

Allerdings sind andere Mesa-Primär-Standards, z. B. der Defender, die Met Lab-Reihe oder unsere ausgelaufenen DC-Lite, DC-2, and DC-1, nicht für den Einsatz im Freien gedacht und verfügen nicht über einen Schutz durch einen Sonnenlicht-Film. Wenn Sie eines dieser Geräte routinemäßig im Freien in direktem Sonnenlicht verwenden, prüfen Sie bitte mit Mesa, ob die Möglichkeit der Installation eines Sonnenlicht-Films während der nächsten, jährlichen Neu-Zertifizierung besteht.

Möglichkeit Nr. 4: Ventil
Eventuell funktioniert das Ventil nicht ordnungsgemäß. Wenn dies der Fall ist, ist oft der normale, “klopfende” Ton des Ventils nicht länger hörbar (dieses “Klopfen” des Ventils darf nicht mit dem ruhigen “Klicken” eines elektronischen Magnetventils verwechselt werden). Die Ursache kann eine schwache oder defekte Batterie sein, oder es besteht ein mechanisches Problem. Senden Sie Ihren Mesa-Primär-Standard für eine Neu-Zertifizierung oder eine grundlegende Reparatur zu Mesa zurück, wenn weniger als ein Jahr seit der letzten Neu-Zertifizierung vergangen ist (lesen Sie bitte den Abschnitt “Batterie” oben).

Möglichkeit Nr. 5: Anwendung
Ist Ihr Mesa-Gerät mit einer Durchflussquelle verbunden? Für eine Soganwendung sollte die Eingangsarmatur Ihres Mesa-Primär-Standards (Druckarmatur) für Umgebungsluft offen sein, während die Ausgangsarmatur durch eine Rohrleitung an der Durchflussquelle angeschlossen wurde. Bei einer Druckanwendung sollte der Ausgang (Sogarmatur) für Umgebungsluft offen sein, während die Eingangsarmatur über eine Rohrleitung an die Durchflussquelle angeschlossen ist.

Wie lange ist die Bearbeitungszeit für Ihre Dienstleistung?

Mesa Labs ist das einzige autorisierte Service-Center für unsere Produkte in den USA. TPF Control in Wijchen, Niederlande (www.tpf-control.nl/contact.html), kann auch den Service für DC-1& DC-2, DC-Lite, Definer 220 und die Defender 510- und 520-Geräte von Mesa Labs in Europa durchführen.

Obwohl wir kein spezielles Rücksendedatum garantieren können, beträgt unsere normale Servicezeit etwa 10 Arbeitstage vom Tag des Erhalts Ihres Mesa-Geräts bis zum Tag, an dem wir das Gerät zurücksenden.

Beschleunigter Service (so genannter 48-Stunden-Bearbeitungszeit) steht für DryCal® Defender 510/520, Definer 220, DC-Lite, DC-1- und DC-2-Geräte für eine Zusatzgebühr zur Verfügung. Die beschleunigte Bearbeitungszeit beträgt 2 Arbeitstage vom Datum, an dem Ihr DryCal®-Gerät in unserer Einrichtung ankommt, bis zu dem Datum, an dem es zurückgesandt wird (ausschließlich Samstage, Sonntage, Feiertage, flexible Sommerzeiten oder bei Diskrepanzen bei Zahlungen oder Schriftverkehr). Wenn wir ein Gerät z. B. am Montag erhalten, wird es am Mittwoch zurückgesandt.
Wenn wir aus internen Gründen die 48-Stunden-Verpflichtung nicht einhalten können, werden Sie so schnell wie möglich benachrichtigt, und Ihnen wird nur die Standard-Servicegebühr in Rechnung gestellt. Sie sind weiterhin für die Standard-Servicegebühren und zugehörige Rücksendegebühren verantwortlich.

Denken Sie daran, dass Mesa mit dem Service an Ihrem Gerät erst beginnt, wenn der gesamte Schriftverkehr, Preisgenehmigungen und Zahlungsdaten abgewickelt und eingerichtet wurden. Die Zeit, die benötigt wird, um diese Punkte zu bearbeiten, sind unabhängig von unserer Servicezeit. Ihre Kooperation bei der Bereitstellung aller notwendigen Schriftstücke und/oder Genehmigungen für Mesa helfen eine schnellere Bearbeitungszeit sicherzustellen.

Wie lauten Ihre Geschäftszeiten?

Unsere normalen Betriebszeiten sind Montag bis Freitag von 8:00 Uhr bis 16:30 Uhr EST.

Wie gestaltet sich Ihre Erstattungsrichtlinie?

Alle Artikel müssen in neuem oder ungenutztem Zustand innerhalb von 30 Tagen nach dem Kauf zurückgesandt werden. Da es sich bei DryCals um Präzisionsmessgeräte mit sehr engen Toleranzen handelt, und da wir die Geräte gemäß Bestellung von Hand bauen, fällt für DryCals, die mehr als 30 Tage nach dem Kauf an Mesa zurückgesandt werden, eine 30%-ige Rücknahmegebühr an, um die Kosten für einen nachfolgenden Umbau und eine Neu-Kalibrierung des Geräts abzudecken. Dieser Vorgang ist sehr teuer, ebenso wie die Verarbeitungskosten für die Rücknahme eines Gerätes, das auf Bestellung gefertigt wurde. Wir nehmen keine Rücksendung nach dem Ablauf von 90 Tagen an.

Das gesamte Zubehör der Originallieferung muss beigelegt werden (d. h. Handbücher, Garantieerklärungen, Sicherheitsversiegelungen usw.). Wir prüfen alle zurückgesandten Artikel und gewähren eine teilweise Rückzahlung, wenn sie geöffnet oder verwendet wurden. Wenn die Rücksendung das Ergebnis eines Fehlers unsererseits ist, erstatten wir die gesamten Handels- und Versandgebühren.

Sie können mit dem Erhalt der Erstattung innerhalb von vier Wochen nach Versand Ihres Pakets an uns rechnen. In vielen Fällen erhalten Sie die Erstattung früher, aber aufgrund der Zeit, die für die Rücksendung (bis zu 14 Tage), die Produktprüfung in unserer Rücksende-Einrichtung (bis zu 5 Arbeitstage) und die Verarbeitung seitens Ihrer Bank oder Ihres Kreditkartenunternehmens (bis zu 5 Arbeitstage) benötigt wird, schätzen wir vier Wochen. Wir benachrichtigen Sie per E-Mail über die Daten zu Ihrer Erstattung und wir leisten die Erstattung in der Zahlungsart, mit der Sie Ihren Einkauf getätigt haben.

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